Neulich Abend oder schon wieder beim Tätowierer…

Lang lang ists her, dass ich hier was geschrieben hab. Schreibfaul war ich einerseits, andererseits gabs auch nix wirklich Neues. Ständig über Hochs und Tiefs oder den alltäglichen Wahnsinn privater, gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Natur zu schreiben, war irgendwie nicht sonderlich erquickend. Zumal hier ohnehin die Gruppen auf Facebook eine Plattform des Austausches bieten.

Doch jetzt gibts was Neues:

Vorgestern saß ich mit meinen Mädels (endlich mal wieder) in trauter Lustigkeit beim abendlichen Chappi. Ich hatte von den 3 Besten einen Tattoogutschein zum Geburtstag gekriegt; schon im Oktober. Doch hatte es noch irgendwie nicht so recht gepasst.

Und dann sitzen wir so da und N2 meinte, ich könnte nächste Woche zu ihrem Tattoo-Menschen mitfahren und mal gucken. Zwecks Abklärung schickte N2 dem lieben A. eine SMS, 5 Minuten später kam der Anruf, ich könnte tags darauf (also gestern) mal bei A. vorbeischaun. A. meinte schon “nur Quatschen is net…”. Also dachte ich, ich lass mal A. den Buddha überarbeiten.

Gestern wachte ich auf, hatte erstmal die Flitze. Ich war nervös, extrem müde und alles in allem fühlte ich mich nicht sonderlich wohl. Der ganze Tag war irgendwie eigenartig. Die Große geht nun wieder Eislaufen mit ihrer Klasse – und da geh ich immer mit. Weils Spaß macht. Dort baute eine Kollegin von L. einen Sturz und schlug sich ganz bös die Lippe auf. Hat geblutet wie Schwein. Ich spielte erstmal Krankenschwester inklusive Händchen halten. Der Kleine war inzwischen in der Nachmi (die 5. Stunde), hatte aber wiedermal nicht zugehört und so wusste er nicht, ob er nun mit dem Bus nach Hause fahren sollte – nach einigen nervösen Telefonaten mit der Nachmi-Betreuung kriegte er grad mal so den Bus und kam schließlich doch noch von selber nach Hause.

Nach P.’s Hausübung legte ich mich noch für ein Stünderl hin. Ich fühlte mich wie vom Bus überrollt. Oder vom Zug. Oder vom Pferdefuß geküsst. Die Energie-Watsch’n, die ich da kriegte, war echt nicht von schlechten Eltern. Der Körper vibrierte und wurde mit der Energiemenge beinahe nicht fertig. Ich war drauf und dran, auf den Termin bei A. zu furzen. Jedoch war M. so nett, nicht nur auf meine Kiddies aufzupassen – sie meinte auch “nene, Du gehst schön brav zum Pecken…”

Gesagt, getan. Als ich um 3/4 4 im Auto saß, wurde ich von Minute zu Minute ruhiger. Und als ich am Ort des Geschehens ankam, war ich die Ruhe selbst.

Langer Rede kurzer Sinn: A. meinte, der Buddha sollte bleiben wie er is. Und mit nur Ausquatschen war nix. Ich hatte meine Entwürfe, die ich im Jänner mal gezeichnet hatte, mit und was soll ich sagen… Um 7 war die Pracht fertig.

Nun zieren ein Stier, eine Waage, ein Anagramm in Form von Diana, 4 Drachen und das chinesische Zeichen Yi meinen Rücken. Einen Löwenkopf hamma noch spontan dazugemacht. Der musste einfach sein – eine Eingebung so zu sagen.

Heut gehts mir gut. Ich bin zwar noch immer ein bisserl gerädert, aber die Absorbtion der Energie von gestern is irgendwie erledigt. Nicht so wie bei meinem linken Arm. Da hatte ich ganz schön zu kämpfen. Physisch und psychisch.

Aber nicht diesmal. Es scheint, als hätte ich die Energie der Bilder schon in der Nacht zuvor und am Tag bis zum ersten Strich bereits integriert. Übrigens: Weh getan hats nicht sonderlich.

 

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